Unterstützung Krebstherapie

Die Wirkung von Cannabidiol auf Krebszellen

Können Cannabidiol oder andere Wirkstoffe von Cannabis bei Krebs unterstützen?

Diese Frage wird unter Therapeuten und Betroffenen immer häufiger diskutiert.

Erste Studien belegen, daß CBD die Metastasierung verhindern bzw. verlangsamen kann, indem es Antikörper auf der Oberfläche für das Immunsystem sichtbar macht.


CBD kann den Stoffwechsel von Krebszellen empfindlich stören. Zellkulturstudien zeigen, dass CBD die zellinterne Kommunikation erschwert, indem es auf diverse Signalwege (PI3K/AKT/mTOR und ERK) einwirkt. Diese Signalwege sind wichtig für das Überleben der Zelle, besonders wenn sie durch andere Krebstherapien angegriffen wird. Auf diesem Weg kann CBD die Effektivität von Chemotherapien steigern; außerdem senkt es die Nebenwirkungen wie Übelkeit, etc.


Die Studie: Cannabidiol bei Krebspatienten

Im September 2018 wurde eine neue Studie veröffentlicht, die die Wirkung von CBD bei Krebspatienten untersucht hat. Die Forscher werteten hierfür 119 Fälle von Krebspatienten, die CBD als Therapie einsetzten, aus. Die meisten davon hatten bereits Metastasen. 28 davon setzten CBD als alleinige Therapie ein. Die Patienten erhielten eine ölige Cannabidiollösung. Ein Tropfen dieser Lösung enthält 1 mg CBD. Die normale Dosierung betrug während der Studienzeit zweimal täglich 10 mg CBD. Bei schweren Fällen wurde diese auf zweimal 30 mg CBD gesteigert. Die Patienten nahmen CBD für mindestens sechs Monate ein, die meisten deutlich länger.

Bei einzelnen Patienten kam es während der Therapie mit Cannabidiol zu beachtlichen Ergebnissen. Der aufsehenerregendste Fall war ein fünfjähriges Kind mit einem sehr seltenen Hirntumor. Bisherige Behandlungsversuche mit konventionellen Therapien waren erfolglos geblieben. Während der Studienzeit nahm der Junge nur CBD zu sich. Die Tumormasse nahm gleichzeitig um 60 Prozent ab.

Cannabidiol ist ein Kandidat für die Therapie von Patienten mit Brustkrebs oder Glioblastomen.

Die Autoren der Studie haben die Wirkung von CBD bei verschiedenen Krebsarten untersucht. Bei 92 Prozent der Patienten konnten sie eine Wirkung beobachten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Patienten geheilt wurden oder dass die beobachtete Wirkung bei allen Teilnehmern zu einem signifikanten Rückgang der Erkrankung oder deren Beschwerden führte. 26 Teilnehmer verstarben während der Studie.


Die Autoren sind jedoch optimistisch:

Cannabidiol ist ein potentieller Kandidat für die Therapie. Besonders dann, wenn konventionelle Therapie erfolglos blieben. Wichtig: CBD ist bei allen Krebsformen keine Alternative zur herkömmlichen Krebstherapie. Weitere Studien, die den Effekt von CBD auf Krebspatienten untersuchen, sind wünschenswert, um die Wirkung von CBD als potentielles Krebsmedikament besser zu beurteilen.


Als reine Krebsmedikamente sind weder THC noch CBD anerkannt. Eine Behandlung mit CBD kann jedoch bei schweren Verläufen, bei denen die konventionelle Therapie nicht oder nicht ausreichend anschlägt, eine Option sein.

  • Besprechen Sie sich bitte immer mit Ihrem behandelnden Arzt/Onkologen oder beratendem Heilpraktiker.

  • Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für reines Cannabis nicht, kann eine ölige Cannabidiol-Lösung auf Privatrezept eine Alternative sein. 

  • Alternativ sind freiverkäufliche CBD-Produkte wie CBD-Öle oder CBD-Tees eine Option. Diese enthalten meist natürliches CBD. 

Quelle: naturheilkunde-krebs.de

 

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